Kunst & Werk

Carin Grudda

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BLAU-MIAU unterwegs für die Ausstellung
CARIN GRUDDA - Wilde Schafsjagd
im Foyer des Landtags Rheinland-Pfalz, Mainz, vom 12. September bis 12. Oktober 2012.

Schon früh spielt die Katze in Carin Gruddas Werk eine wichtige Rolle, die sie in der großen BLAU-MIAU besonders herausstellt.

Die Heimat der Katze liegt in Nubien und Ägypten. Seit den Zeiten der Pharaonen Tut-ench-Amun und Ramses genoß die Katze in Ägypten mythische Verehrung. Gleichwohl wurde sie auch als ambivalente Göttin verehrt, die sowohl für das Leben als auch für den Tod zuständig war.

In der abendländischen Kultur ist die Katze als Haustier mit zahlreichen Bedeutungen belegt, die die ganze Widersprüchlichkeit und Gebrochenheit der menschlichen Existenz enthält. Denn ebenso wie die Menschen an geheimnisvolle Wesensverwandtschaften mit ihren Tieren glauben, vermögen dieselben Tiere gerade die Schwächen des Menschen und seine Fehlerhaftigkeit aufzudecken. Der Widerspruch etwa zwischen der Freiheitsliebe einerseits und der Suche nach Geborgenheit andererseits, der sich mit der Wesensart der Katze verbindet, ist hier ins Monumentale gesteigert.

Aber gerade in dieser Übersteigerung ins Monumentale wird für den Betrachter auch das Ambivalente körperlich erfahrbar. Denn das Anheimelnde des kuscheligen Haustiers erfährt eine Verwandlung zum Grotesken. Mit einem Mal wird der Mensch zur Maus der Katze.